Hydrotherapie / Wickel

Hydrotherapie und Wickel sind gute Anwendungstherapien für zu Hause zur Ergänzung meiner Therapien. Wenn diese Therapieformen zur Unterstützung eines besseren Heilungsprozess förderlich sind, werde ich Ihnen jeweils Anwendungsmöglichkeiten mitgeben. Nachfolgend erkläre ich Ihnen, was genau unter diesen beiden Therapieformen zu verstehen ist.

Als Hydrotherapie wird der Gebrauch von Wasser zur Linderung und Heilung von akuten und chronischen Krankheiten bezeichnet. Die Hydrotherapie ist ein Bestandteil der Naturheilkunde. Im Rahmen einer Hydrotherapie wird Wasser in allen drei Aggregatzuständen angewendet (Eis, heisses, warmes, kaltes Wasser, Dampf). Das Wasser wird vor allem dazu eingesetzt, dem Patienten Wärme oder Kälte zuzuführen und damit thermoregulatorische, analgetische (schmerzlindernde) und antiphlogistische (entzündungshemmende) Effekte zu erzielen. Die Anwendung von Kaltwasser führt zuerst zu einer Vasokonstriktion (Gefässverengung), auf die dann eine Vasodilatation (Erweiterung der Blutgefässe) mit reaktiver Erwärmung folgt. Weiter hat die Hydrotherapie positive Effekte auf die Blutverteilung, auf die Skelettmuskulatur und die Haut.

Wickel sind Teil der Wasserheilverfahren und der Kräuterheilkunde. Fachlich versteht man unter Wickel die zirkuläre Einhüllung eines Körperteils in mehrere Tücher (z. B. Essigwickel an den Füssen bei Fieber). Die innerste Schicht wird jeweils mit einer Wickellösung getränkt oder einem Zusatz bestrichen. Kompressen, Auflagen oder Umschläge werden nicht rundum gewickelt, sondern nur gerade auf die betroffene Körperstelle aufgelegt (z. B. Zwiebelumschlag bei Ohrenschmerzen). Kataplasmen sind Breiumschläge (z. B. Leinsamenumschlag bei Nebenhöhlenentzündungen). Im Unterschied zu Verbänden und Heilpflastern werden Wickel etc. nur kurzzeitig angelegt.
Wickel und Kompressen regen Krankheitsprozesse an, sie beschleunigen oder beruhigen diese. Die Prozesse können durch die Wickel geführt, begleitet und ausgeleitet werden.
Sie wirken auf den Wärmeorganismus, indem sie durch einen thermischen Reiz Wärme zuführen/entziehen oder durch einen chemischen Reiz (z. B. Senfsamen Kataplasma) eine Wärmereaktion provozieren.